Zuerst haben wir aber ohnehin die Flüge gebucht. Geflogen sind wir ab Berlin-Tegel mit AirFrance nach Charles de Gaulle. Da wir nur für vier Nächte geblieben sind, reichte uns ein Koffer. Daher haben wir den mini Tarif gebucht, der kein Gepäckstück beinhaltet und haben dann separat einen Koffer dazugebucht. In dem Tarif bekommt man auch die Sitzplätze zugewiesen (die man aber noch nachträglich ändern kann, sofern Plätze frei sind). Ich finde es jedoch einen großen Vorteil gegenüber airberlin und Lufthansa, dass man seine Präferenzen angeben kann (Fenster + Mitte oder Mitte + Gang konnten wir wählen) und dass wir auch garantiert zusammensitzen durften. Andere Fluggesellschaften “drohen” ja damit, dass man auch auseinandergesetzt werden kann, wenn man vorher nicht für Sitzplätze zahlt. Gezahlt haben wir für den Flug 328,28€, also pro Person 164,14€. Dafür dass man mit einer Linienfluggesellschaft und nicht mit einer Billigfluggesellschaft fliegt, finde ich den Preis okay. Des Weiteren war der Aufenthalt über Silvester und ich habe auch “erst” vier Monate vor Abflug gebucht (ich buche sonst immer viel weiter im Voraus). Von den Flügen war ich sehr angetan. Auf dem Hinflug wurde unser Wunsch nach einem Fenster- und einem Mittelplatz erfüllt, die Mitarbeiter waren sehr freundlich und der Flug war sehr ruhig. Auf dem Rückflug wurde unser Sitzplatzwunsch leider nicht erfüllt und wir mussten am Gang und in der Mitte sitzen, aber dafür haben wir kostenfrei Sitze am Notausgang mit XXL-Beinfreiheit bekommen, was auch total klasse war! Der Flug an sich war leider nicht ganz so schön, da es draußen wohl sehr windig war, aber das ist ja nicht der Fehler der AirFrance. Auf dem kurzen 1.5 Stunden Flug gab es natürlich keine große Mahlzeit, aber für jeden ein Softgetränk und einen Snack, z.B. eine kleine Coladose und ein Muffin.
In Paris gelandet, empfehle ich es wirklich jedem, sich den “Pass Navigo” zu kaufen. Wenn man runter zu den Gleisen geht, wo die Züge fahren, muss man die Pässe an einem Schalter kaufen (wo es meistens leider etwas voller ist, aber die Wartezeit ist gut investiert). Der Pass kostet für eine Woche rund 21€, plus einmalig 5€ für die Ausstellung. Dabeihaben müsst ihr ein Bild von euch, das nicht zwingend biometrisch sein muss. Die Größe muss etwas kleiner als ein Passbild. Auch wenn ihr nur zwei, drei Tage in Paris bleibt, lohnt sich der Pass, wenn man bedenkt, dass eine Fahrt nach CDG schon 10€ kostet. Bei einer Hin- und Rückfahrt liegt man also schon bei 20€ und man hat den Preis für den Pass schon fast wieder raus. Das Gute an dem Pass ist, dass man in allen Zonen damit fahren, sogar bis zum Flughafen CDG (Orly leider nicht) und bis ins Disneyland. Man darf die Metro als auch die RER (schnellere Vorortzüge) mit dem Pass nutzen. Dadurch, dass wir den Pass hatten, sind wir dann auch mit der RER vom Flughafen zum Hotel gefahren.
Wie schon erwähnt wollten wir ein Apartment buchen, was aber über Silvester in Paris utopisch teuer gewesen wäre. Wir haben uns dann ein Hotel gesucht und haben, denke ich, einen guten Deal damit gemacht. Für vier Nächte haben wir 305,20€ gezahlt, allerdings exklusive Frühstück. Genächtigt haben wir im “Mercure Paris La Défense 5” (4 Sterne), was in der Zone 3 etwas außerhalb von Paris liegt. Was aber überhaupt nicht schlimm war, denn in La Défense fährt eine RER und hat als nächten Stopp schon “Charles de Gaule – Etoile”, an dieser Station ist der Arc de Triomphe. Innerhalb von 10 Minuten war man dann trotzdem mitten im Zentrum von Paris. Also wer nach Paris möchte und nicht ein Vermögen für ein Hotel mittendrin ausgeben möchte: Es lohnt sich wirklich auch in der Umgebung zu schauen. Wichtig ist nur eine gute Anbindung. La Défense ist da eine sehr gute Wahl.
Unser Hotel war in Ordnung. Es hat mich nicht unbedingt umgehauen, aber für einen Städtetrip war es auf jeden Fall ausreichend. Das Bett war gemütlich und das Zimmer war sauber – das ist doch das Wichtigste. Was ich weniger gut fand, dass es im Doppelbett nur eine große Decke gab. Ist etwas blöd, wenn eine Person dann immer die Decke wegzieht. :-)
Das Frühstück war in unserem Preis nicht inklusive und das Frühstücksbuffet hätte satte 17,90€ pro Person pro Tag gekostet.
Glücklicherweise bin ich vorher im Internet auf einen Bewertungsportal auf einen kleinen Hinweis gestoßen: Im Mercure gibt es die Option des “quick breakfast”, man zahlt dann nur 8€ pro Person und bekommt einen kleinen Teller fertiggemacht und an den Tisch gebracht. Man bekomme zwei Crossaints, ein Brötchen, Marmelade, ein Glas Saft und ein Heißgetränk. Mir persönlich hat etwas Obst gefehlt, aber es war ja nur für vier Tage und ich hätte keine fast 20€ für ein Frühstücksbuffet gezahlt. Dass ein “quick breakfast” angeboten wird, war allerdings nirgends zu finden und stand nirgendwo, also hatte ich Glück, dass ich den Tipp vorher im Netz gefunden habe.
Am Ankunftstag haben wir uns abends nur noch ein Plätzchen im Restaurant gesucht und uns für den Italiener gegenüber entschieden. In La Défense war die Auswahl leider nicht allzu groß, da ganz viele Restaurants über die Feiertage geschlossen hatten. Im Geschäftsviertel von Paris lohnt es sich wahrscheinlich nicht wirklich, zu dieser Zeit offen zu haben, da dann kaum Menschen dort sind. Wir waren beim Italiener “Madrissio” in Courbevoie und ich muss gestehen, dass ich normalerweise immer vorher nach Bewertungen schaue und vorm Urlaub unsere Restaurants aussuche. Ich bin froh, dass ich vorher nicht nach diesem Restaurant geschaut habe, denn bei Tripadvisor sind die Bewertungen gar nicht mal so gut. Uns hat es jedoch sehr gut dort geschmeckt, die Pizza war wirklich sehr, sehr gut! Und das Ambiente auch wunderschön. Man saß in einer Art Wintergarten und hatte einen schönen Blick nach außen.
Am nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen, etwas früher aufzustehen, um zum Louvre zu gehen. Wir waren auch gar nicht allzu spät da, aber es war soooo eine lange Schlange, dass wir dann doch nicht hinein gegangen sind, sondern es uns nur von außen angeschaut haben. Wir haben dann vom Louvre aus einen kleinen Spaziergang gemacht, sind über die wunderschöne Brücke “Pont Alexandre II” gegangen, um schließlich zum Eiffelturm zu gelangen. Wir sind nicht auf den Turm hinauf gegangen, denn in Paris gibt es viel bessere Orte, um einen Überblick über die Stadt zu haben und dann hat man sogar den Eiffelturm mit auf dem Foto drauf. ;) Anschließend haben wir eine Bootstour auf der Seine gemacht, die ich vorher über GetYourGuide gebucht habe. Auf meiner Liste stand dann noch, einen Crepe bei “La Droguerie” zu essen, wo wir dann als nächstes hingegangen sind. Auf unserem Weg zum Abendessen sind wir noch beim Hôtel de Ville vorbeigeschlendert und haben dann im “Bistro Burger” lecker gegessen. Der Burger war laut Aussage meines Freundes sehr gut. Ich habe nur Pommes und Mozzarellasticks gegessen, die auch sehr lecker waren! Sehr nett ist es auch, dass es dort Speisekarten auf Englisch gab.
Am Silvestertag haben wir es etwas entspannter angehen lassen. Wir sind zum Arc de Triomphe gegangen und haben einen Spaziergang über die Champs Elysees gemacht. Den Gang auf dem Arc de Triomphe hinauf haben wir uns aufgespart bis zum letzten Urlaubstag. Wir haben anschließend noch im Jardin du Luxembourg etwas entspannt und die Wintersonne genossen, bevor wir bei Nick’s Pizza gegessen haben. Der Laden ist etwas unscheinbar, doch die Pizza ist günstig und suuuuuper lecker!
Wir hatten Glück, dass wir am Abreisetag den Koffer noch im Hotel lassen konnten nach dem Check-Out, sodass wir noch etwas unternehmen konnten. Wir sind dann zum Arc de Triomphe gefahren und haben es gewagt, die Treppen zu nehmen, um den Blick von oben genießen zu können. Da wir noch unter 25 sind, hatten wir das Glück, dass wir nichts bezahlen mussten und da wir morgens da waren, war die Schlange auch noch nicht ganz so lang. Auch von hier hatte man einen tollen Blick über Paris.
Um uns für den Flug zu stärken, haben wir uns noch schnell eine Portion Pommes bei De Clercq geholt. Von den Pommes habe ich vorher viel Gutes gelesen und sie haben uns wahrhaftig nicht enttäuscht.
Als wir wieder in unserem Hotel angekommen sind und die Koffer geholt haben, haben wir das Angebot des Shuttle-Busses in Anspruch genommen. Zur RER-Station hat man zu Fuß ca. 10 Minuten gebraucht, die wir sonst auch immer gegangen sind, aber mit den Koffern haben wir uns dann zur Bahn bringen lassen.
Ich empfehle, genügend Zeit für die Fahrt zum Flughafen einzuplanen. Bei uns ist leider eine RER ausgefallen, sodass wir einen Umweg fahren mussten und erst so knapp da waren, dass wir in allerletzter Minute unsere Koffer abgegeben haben. Dann mussten wir noch durch die Sicherheitskontrolle und da ich ja immer besonders viel Glück hab, war unser Gate dann noch gefühlt am anderen Ende des Flughafens. Geschafft haben wir es trotzdem, doch ich fühle mich immer total schlecht, wenn alles so knapp ist.
Es war ein wunderschöner Kurzurlaub in Paris! Sehen würde ich gerne noch Versailles und das Disneyland, doch bei so einem kurzen Aufenthalt war das leider nicht möglich, wenn man auch noch so viel wie möglich von der Stadt sehen möchte.
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