Montag, 16. Mai 2016

Paris, Dezember 2015

Erst war es eine spontane Idee, einfach über Silvester (vom 29.12-02.01) nach Paris zu fliegen, doch im August haben wir dann Ernst draus gemacht. Zuerst wollten wir uns wieder ein Apartment bei airbnb buchen, doch die sind in Paris wirklich nicht gerade günstig und von denen, die für uns infrage kamen, haben wir nur Absagen bekommen, da sie die Preise wohl noch nicht für Silvester eingestellt haben (wir haben im August gebucht und ich denke, wenn man die Option “sofort buchen” anbietet, muss man auch damit rechnen, dass es vielleicht Leute gibt, die vier Monate im Voraus buchen. Aber gut.).

Zuerst haben wir aber ohnehin die Flüge gebucht. Geflogen sind wir ab Berlin-Tegel mit AirFrance nach Charles de Gaulle. Da wir nur für vier Nächte geblieben sind, reichte uns ein Koffer. Daher haben wir den mini Tarif gebucht, der kein Gepäckstück beinhaltet und haben dann separat einen Koffer dazugebucht. In dem Tarif bekommt man auch die Sitzplätze zugewiesen (die man aber noch nachträglich ändern kann, sofern Plätze frei sind). Ich finde es jedoch einen großen Vorteil gegenüber airberlin und Lufthansa, dass man seine Präferenzen angeben kann (Fenster + Mitte oder Mitte + Gang konnten wir wählen) und dass wir auch garantiert zusammensitzen durften. Andere Fluggesellschaften “drohen” ja damit, dass man auch auseinandergesetzt werden kann, wenn man vorher nicht für Sitzplätze zahlt. Gezahlt haben wir für den Flug 328,28€, also pro Person 164,14€. Dafür dass man mit einer Linienfluggesellschaft und nicht mit einer Billigfluggesellschaft fliegt, finde ich den Preis okay. Des Weiteren war der Aufenthalt über Silvester und ich habe auch “erst” vier Monate vor Abflug gebucht (ich buche sonst immer viel weiter im Voraus). Von den Flügen war ich sehr angetan. Auf dem Hinflug wurde unser Wunsch nach einem Fenster- und einem Mittelplatz erfüllt, die Mitarbeiter waren sehr freundlich und der Flug war sehr ruhig. Auf dem Rückflug wurde unser Sitzplatzwunsch leider nicht erfüllt und wir mussten am Gang und in der Mitte sitzen, aber dafür haben wir kostenfrei Sitze am Notausgang mit XXL-Beinfreiheit bekommen, was auch total klasse war! Der Flug an sich war leider nicht ganz so schön, da es draußen wohl sehr windig war, aber das ist ja nicht der Fehler der AirFrance. Auf dem kurzen 1.5 Stunden Flug gab es natürlich keine große Mahlzeit, aber für jeden ein Softgetränk und einen Snack, z.B. eine kleine Coladose und ein Muffin.

In Paris gelandet, empfehle ich es wirklich jedem, sich den “Pass Navigo” zu kaufen. Wenn man runter zu den Gleisen geht, wo die Züge fahren, muss man die Pässe an einem Schalter kaufen (wo es meistens leider etwas voller ist, aber die Wartezeit ist gut investiert). Der Pass kostet für eine Woche rund 21€, plus einmalig 5€ für die Ausstellung. Dabeihaben müsst ihr ein Bild von euch, das nicht zwingend biometrisch sein muss. Die Größe muss etwas kleiner als ein Passbild. Auch wenn ihr nur zwei, drei Tage in Paris bleibt, lohnt sich der Pass, wenn man bedenkt, dass eine Fahrt nach CDG schon 10€ kostet. Bei einer Hin- und Rückfahrt liegt man also schon bei 20€ und man hat den Preis für den Pass schon fast wieder raus. Das Gute an dem Pass ist, dass man in allen Zonen damit fahren, sogar bis zum Flughafen CDG (Orly leider nicht) und bis ins Disneyland. Man darf die Metro als auch die RER (schnellere Vorortzüge) mit dem Pass nutzen. Dadurch, dass wir den Pass hatten, sind wir dann auch mit der RER vom Flughafen zum Hotel gefahren.

Wie schon erwähnt wollten wir ein Apartment buchen, was aber über Silvester in Paris utopisch teuer gewesen wäre. Wir haben uns dann ein Hotel gesucht und haben, denke ich, einen guten Deal damit gemacht. Für vier Nächte haben wir 305,20€ gezahlt, allerdings exklusive Frühstück. Genächtigt haben wir im “Mercure Paris La Défense 5” (4 Sterne), was in der Zone 3 etwas außerhalb von Paris liegt. Was aber überhaupt nicht schlimm war, denn in La Défense fährt eine RER und hat als nächten Stopp schon “Charles de Gaule – Etoile”, an dieser Station ist der Arc de Triomphe. Innerhalb von 10 Minuten war man dann trotzdem mitten im Zentrum von Paris. Also wer nach Paris möchte und nicht ein Vermögen für ein Hotel mittendrin ausgeben möchte: Es lohnt sich wirklich auch in der Umgebung zu schauen. Wichtig ist nur eine gute Anbindung. La Défense ist da eine sehr gute Wahl.

Unser Hotel war in Ordnung. Es hat mich nicht unbedingt umgehauen, aber für einen Städtetrip war es auf jeden Fall ausreichend. Das Bett war gemütlich und das Zimmer war sauber – das ist doch das Wichtigste. Was ich weniger gut fand, dass es im Doppelbett nur eine große Decke gab. Ist etwas blöd, wenn eine Person dann immer die Decke wegzieht. :-)
Das Frühstück war in unserem Preis nicht inklusive und das Frühstücksbuffet hätte satte 17,90€ pro Person pro Tag gekostet.
Glücklicherweise bin ich vorher im Internet auf einen Bewertungsportal auf einen kleinen Hinweis gestoßen: Im Mercure gibt es die Option des “quick breakfast”, man zahlt dann nur 8€ pro Person und bekommt einen kleinen Teller fertiggemacht und an den Tisch gebracht. Man bekomme zwei Crossaints, ein Brötchen, Marmelade, ein Glas Saft und ein Heißgetränk. Mir persönlich hat etwas Obst gefehlt, aber es war ja nur für vier Tage und ich hätte keine fast 20€ für ein Frühstücksbuffet gezahlt. Dass ein “quick breakfast” angeboten wird, war allerdings nirgends zu finden und stand nirgendwo, also hatte ich Glück, dass ich den Tipp vorher im Netz gefunden habe.



Am Ankunftstag haben wir uns abends nur noch ein Plätzchen im Restaurant gesucht und uns für den Italiener gegenüber entschieden. In La Défense war die Auswahl leider nicht allzu groß, da ganz viele Restaurants über die Feiertage geschlossen hatten. Im Geschäftsviertel von Paris lohnt es sich wahrscheinlich nicht wirklich, zu dieser Zeit offen zu haben, da dann kaum Menschen dort sind. Wir waren beim Italiener “Madrissio” in Courbevoie und ich muss gestehen, dass ich normalerweise immer vorher nach Bewertungen schaue und vorm Urlaub unsere Restaurants aussuche. Ich bin froh, dass ich vorher nicht nach diesem Restaurant geschaut habe, denn bei Tripadvisor sind die Bewertungen gar nicht mal so gut. Uns hat es jedoch sehr gut dort geschmeckt, die Pizza war wirklich sehr, sehr gut! Und das Ambiente auch wunderschön. Man saß in einer Art Wintergarten und hatte einen schönen Blick nach außen.

Am nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen, etwas früher aufzustehen, um zum Louvre zu gehen. Wir waren auch gar nicht allzu spät da, aber es war soooo eine lange Schlange, dass wir dann doch nicht hinein gegangen sind, sondern es uns nur von außen angeschaut haben. Wir haben dann vom Louvre aus einen kleinen Spaziergang gemacht, sind über die wunderschöne Brücke “Pont Alexandre II” gegangen, um schließlich zum Eiffelturm zu gelangen. Wir sind nicht auf den Turm hinauf gegangen, denn in Paris gibt es viel bessere Orte, um einen Überblick über die Stadt zu haben und dann hat man sogar den Eiffelturm mit auf dem Foto drauf. ;) Anschließend haben wir eine Bootstour auf der Seine gemacht, die ich vorher über GetYourGuide gebucht habe. Auf meiner Liste stand dann noch, einen Crepe bei “La Droguerie” zu essen, wo wir dann als nächstes hingegangen sind. Auf unserem Weg zum Abendessen sind wir noch beim Hôtel de Ville vorbeigeschlendert und haben dann im “Bistro Burger” lecker gegessen. Der Burger war laut Aussage meines Freundes sehr gut. Ich habe nur Pommes und Mozzarellasticks gegessen, die auch sehr lecker waren! Sehr nett ist es auch, dass es dort Speisekarten auf Englisch gab.









Am Silvestertag haben wir es etwas entspannter angehen lassen. Wir sind zum Arc de Triomphe gegangen und haben einen Spaziergang über die Champs Elysees gemacht. Den Gang auf dem Arc de Triomphe hinauf haben wir uns aufgespart bis zum letzten Urlaubstag. Wir haben anschließend noch im Jardin du Luxembourg etwas entspannt und die Wintersonne genossen, bevor wir bei Nick’s Pizza gegessen haben. Der Laden ist etwas unscheinbar, doch die Pizza ist günstig und suuuuuper lecker!



An unserem letzten richtigen Urlaubstag sind wir nach dem Frühstück zum Sacre Coeur gefahren. Die Basilika ist wirklich beeindruckend und der Ort ist einfach wunderschön, genauso wie viele weitere Orte in Paris. Des Weitern sind wir zur Notre Dame gefahren und haben einen kleinen Spaziergang über die Ile de la Cité gemacht. Wir sind leider nicht ins Innere der Notre Dame gegangen, da wieder einfach zu viele Menschen dort waren. Anschließend waren wir beim Tour Montparnasse und sind für 13.50€ pro Person mit dem Aufzug nach ganz oben gefahren. Leider war das Wetter nicht ganz so toll, aber der Blick war trotzdem atemberaubend! Gegessen haben wir im Flam`s, der Flammkuchen ist wirklich sehr zu empfehlen. Mir hat er sogar besser geschmeckt als der Flammkuchen, den ich in Straßburg gegessen habe!



Wir hatten Glück, dass wir am Abreisetag den Koffer noch im Hotel lassen konnten nach dem Check-Out, sodass wir noch etwas unternehmen konnten. Wir sind dann zum Arc de Triomphe gefahren und haben es gewagt, die Treppen zu nehmen, um den Blick von oben genießen zu können. Da wir noch unter 25 sind, hatten wir das Glück, dass wir nichts bezahlen mussten und da wir morgens da waren, war die Schlange auch noch nicht ganz so lang. Auch von hier hatte man einen tollen Blick über Paris.
Um uns für den Flug zu stärken, haben wir uns noch schnell eine Portion Pommes bei De Clercq geholt. Von den Pommes habe ich vorher viel Gutes gelesen und sie haben uns wahrhaftig nicht enttäuscht.



Als wir wieder in unserem Hotel angekommen sind und die Koffer geholt haben, haben wir das Angebot des Shuttle-Busses in Anspruch genommen. Zur RER-Station hat man zu Fuß ca. 10 Minuten gebraucht, die wir sonst auch immer gegangen sind, aber mit den Koffern haben wir uns dann zur Bahn bringen lassen.
Ich empfehle, genügend Zeit für die Fahrt zum Flughafen einzuplanen. Bei uns ist leider eine RER ausgefallen, sodass wir einen Umweg fahren mussten und erst so knapp da waren, dass wir in allerletzter Minute unsere Koffer abgegeben haben. Dann mussten wir noch durch die Sicherheitskontrolle und da ich ja immer besonders viel Glück hab, war unser Gate dann noch gefühlt am anderen Ende des Flughafens. Geschafft haben wir es trotzdem, doch ich fühle mich immer total schlecht, wenn alles so knapp ist.

Es war ein wunderschöner Kurzurlaub in Paris! Sehen würde ich gerne noch Versailles und das Disneyland, doch bei so einem kurzen Aufenthalt war das leider nicht möglich, wenn man auch noch so viel wie möglich von der Stadt sehen möchte.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Straßburg, Juni 2015

Wie schon im letzten Post berichtet, hat mein Freund einige Zeit in Trier gewohnt. Von dort aus haben wir einige schöne Ausflüge gemacht, so auch einen Tagestrip nach Straßburg. Die französische Stadt ist nur gut 2.5 Stunden von Trier entfernt.
Günstig kommt man mit deinbus.de nach Straßburg. Für unsere Fahrkarten haben wir 20€ pro Person hin und zurück gezahlt.

Gestartet sind mir morgens um 10:45 Uhr in Trier und angekommen sind wir um 13:25 Uhr in Straßburg. Um die Stadt zu erkunden, hatten wir etwas mehr als fünf Stunden. Wir hatten auf den Fahrten einen sehr coolen und netten Busfahrer, der sich zwischendurch auch mal mit den Gästen unterhalten hat.


Zuerst hat es uns in die Innenstadt zum Straßburger Münster getrieben. Auf dem Weg dahin in einer Einkaufsstraße hat es uns in den Laden “La Cure Gourmande” verschlagen (mittlerweile habe ich festgestellt, dass es diesen Laden selbst bei uns in Berlin gibt…). Zwar sind die Leckereien dort unverschämt teuer, dafür schmecken die Kekse aber auch so unfassbar gut!





Was ich noch unbedingt sehen wollte, war Petite France, ein altes Viertel in Straßburg. Und ich hab selten so schöne Orte gesehen. Dieser Stil gefällt mir einfach total und ich hätte mich noch viel, viel länger dort aufhalten können. Gesehen haben wir sicher nicht alles.





Es ist wirklich ein Jammer, dass wir so wenig Zeit in Straßburg hatten. Aber für eine Sache musste noch Zeit sein: Flammkuchen! Wir haben uns in das schöne Restaurant “Le baeckeoffe d’alsace” gesetzt beziehungsweise auf dessen Terrasse und haben es uns dort gut gehen lassen und uns den Bauch vollgeschlagen. Lecker war es!




Köln, Juni 2015

Mein Freund hat einige Zeit in Trier gewohnt wegen des Studiums. Im Juni 2015 habe ich ihn für ein paar Wochen besucht (war die Zeit nach dem Abi schön, als man Wochen frei hatte…) und damit wir uns nicht die ganze Zeit in der Mini-Stundentenwohnung auf den Zeiger gehen, haben wir einen Ausflug nach Köln unternommen.

Von Trier aus sind wir mit der Bahn nach Köln gefahren. Wenn man nur mit der Regio fährt, ist man in gut drei Stunden da.

Übernachtet haben wir im Hotel “The Ascot”, da ich wieder einen Gutschein hatte. Leider kann ich nirgendwo mehr ein Dokument auftreiben, auf dem steht, wie viel der Spaß gekostet hat. Ich muss aber leider zugeben, dass mich das Hotel nicht wirklich überzeugt hat. Das Personal war sehr nett, aber das Hotel fand ich schon fast gruselig. Man ist dünne, verwinkelte Flure entlanggegangen, alles dunkel im altenglischen Stil gehalten. Unser Zimmer war in einem kleinen Extraflur, der mit einer Tür vom Treppenhaus abgetrennt war und von dem aus insgesamt nur drei Zimmer abgingen. Andere Gäste hat man auch nicht gesehen. Das Zimmer war ebenso im altenglischen Stil gehalten, allerdings schon sehr altbacken. Den Stil kann man wirklich hübsch herrichten, aber leider war das im Zimmer nicht so. Es sah schon stark abgewohnt aus. Ich weiß nicht, ob ich durch das Verwinkelte etc. vielleicht etwas paranoid war, aber in dem Zimmer war so eine Atmosphäre, dass es mich tatsächlich nicht gewundert hätte, wenn nachts jemand ins Zimmer gekommen wär und vorm Bett gestanden hätte. Was den Aufenthalt auch nicht so schön gemacht hat, war, dass wenn man in den Lüftungsschacht im Bad geschaut hat (was wahrscheinlich nicht so viele machen) hat man eine “schöne” Schimmelschicht gesehen. Aber um auch mal etwas Positives loszuwerden: Das Frühstück und die Lage waren wirklich gut!

Ich habe mir nicht ohne Grund das Datum des Ausfluges ausgesucht. Mein Absoluter lieblings-lieblings-lieblings-Sänger Brandon Flowers (habe ich erwähnt, dass er mein Lieblingssänger ist?) hat eins von seinen zwei Solo-Konzerten in Köln im E-Werk gegeben. Das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen! Das war also unsere Unternehmung für den ersten Abend und es war soooooo toll.



Was wir wie schon beim Urlaub ich Rom nicht bedacht haben – die Feiertage! Wir waren von Mittwoch bis Freitag in Köln und wollten am Donnerstag schön einkaufen gehen. Doof war nur, dass am Donnerstag Fronleichnam war (daran denkt mal als armer Norddeutscher nicht, der an solchen Tagen arbeiten muss). Da das Wetter aber super schön war, haben wir uns einen schönen Tag gemacht, indem wir durch kleine Gassen in der Innenstadt gegangen sind, bei CiuCiu Bonbons gekauft haben und uns in ein Café am Rhein gesetzt und was getrunken haben. Die klassischen Touristenbilder mit Hohenzollernbrücke und Dom im Hintergrund durften natürlichen auch nicht fehlen. Unser Schloss haben wir allerdings nicht angehangen… das hängt schon in Lübeck. ;)





Montag, 9. Mai 2016

Rom, April 2015

Auch wenn ich immer von Wien schwärme, es gibt eine andere Stadt, die ich einfach nicht aus meinem Kopf bekomme: ROM!

Rom ist einfach so besonders, nicht so typisch wie man sich eine “normale” Stadt vorstellt, wie man sie aus Deutschland kennt. Wien ist da noch ähnlicher. Wahrscheinlich denke ich eben darum so gerne an Rom zurück.

Beim Buchen habe ich allerdings einen großen Fehler gemacht: Ich habe nur auf Ferien geachtet und geschaut, wann mein Freund und ich frei haben. Ein paar Tage später erst ist mir aufgefallen, dass wir genau an Ostern in Rom sein werden. Was bedeutet, dass Rom noch voller ist als sonst.

Gebucht haben wir die Reise im Dezember und haben uns für Flüge mit Germanwings ab Hamburg entschieden. Wir sind im BASIC Tarif geflogen, haben also den Tarif gewählt, der weder Aufgabegepäck, Sitzplatzreservierung noch Snacks & Getränke enthält. Gezahlt haben wir dafür 110€ pro Person.
Da wir ja nur für drei Nächte in Rom waren, reichte uns ein Koffer, den wir dann für 30€ zugebucht haben. Einchecken konnte man 72h im Voraus und dann auch die Sitzplätze wählen. Das fand ich echt gut, dass es nicht ist, wie bei anderen Low-Cost-Airline und nun auch bei Lufthansa und AirBerlin, wo man die Sitze einfach zugewiesen bekommt. Und obwohl wir nur den BASIC Tarif hatten, haben wir an Bord trotzdem wie alle anderen auch Getränke & Snacks erhalten. Die gesamte Crew war super freundlich und aufmerksam. Ich würde Germanwings auf jeden Fall empfehlen und wieder mit Ihnen fliegen.


Den Transfer vom Flughafen habe ich bei Terravision gebucht. Das Busunternehmen bringt einen für 4€ einfache Strecke vom Flughafen Fiumicino zum Bahnhof Termini. Dauert zwar etwas länger als der Leonardo Express, ist aber deutlich preisgünstiger. Zwar haben es die Leute, die am Flughafen auf den Bus warten, anscheinend nicht gelernt, sich in einer Schlange aufzustellen und drängeln wie die Weltmeister, aber das Personal hat sehr darauf geachtet, dass in erster Linie nur die Leute in den Bus kommen, die für die Uhrzeit gebucht haben.

Wir haben uns wieder für airbnb entschieden, da es uns das letzte Mal so gut gefallen hat. Unser Host war so lieb und hat uns selbst an Ostersonntag in Empfang genommen. Unser Apartment war mini, aber für einen kurzen Aufenthalt reichte es auf jeden Fall. Der riesige Pluspunkt war die Lage, das Apartment war lediglich 10 Minuten zu Fuß vom Kolosseum als auch vom Bahnhof Termini entfernt und eine U-Bahn-Station war auch in der Nähe. Gekostet hat uns das Apartment für drei Nächte 292€ für uns beide zusammen. Im Nachhinein – jetzt, wo ich selbst in der Tourismusbrache arbeite – finde ich das schon etwas teuer und bin mir sicher, dass wir da auch ein Hotel für den Preis gefunden hätten. Trotzdem bereue ich die Wahl nicht, da die Unterkunft wirklich super gemütlich war und man alles schnell erreicht hat.




Ich beginne gleich mit meinem persönlichen Highlight: PALAZZO DEL FREDDO!
Das beste Eis, was ich gegessen habe und noch essen werde. Entdeckt habe ich die Eisdiele als ich das Jahr zuvor schon mal in Rom war und ich habe mich auf dieses Eis gefreut, seitdem fest stand, dass Thilo und ich nach Rom fliegen. Zudem ist die Auswahl riesig und der Preis super niedrig. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, aber es war nicht mehr als 1€ pro Kugel. Meine Empfehlung: variegato alla nutella & arancia rossa <3




Viele touristische Ziele haben wir auch abgeklappert: spanische Treppe, Trevi-Brunnen (der zu der Zeit leider restauriert wurde) und Monumento Vittorio Emanuele II (die Dachterrasse ist super schön).



Wir hatten geplant, am Ostermontag auch noch ins Forum Romanum und ins Kolosseum zu gehen. Gutscheine dafür hatten wir uns schon zu Hause bei GetYourGuide gekauft. Doch trotz unseres Gutscheines wurden wir nicht mehr hinein gelassen, weil es so voll war. Im Nachhinein gut, dass es so gekommen ist, denn mit so vielen Menschen kann man so einen schönen Ort auch nicht genießen. Wir sind dann am Dienstag ganz früh aufgestanden und waren schon zur Öffnungszeit am Forum Romanum. Zu dieser Zeit frühstückten die anderen Touris sicher noch, weshalb es ziemlich leer war. ;) Wer das Forum Romanum wirklich genießen und entdecken will, dem empfehle ich auf jeden Fall, gleich morgens zu Beginn dort zu sein und auch im Urlaub mal in den sauren Apfel zu beißen und früh aufzustehen – es lohnt sich auf jeden Fall! Als wir zwei Stunden später ins Kolosseum gegangen sind, war es dort schon super voll.








Danach sind wir zum Vatikan gegangen. So langsam mussten wir auch mal frühstücken und es folgt ein weiterer persönlicher Geheimtipp: DOLCE MANIERA. Eine kleine Bäckerei in einem Keller, an der man vorbeilaufen würde, wüsste man nicht, dass sie dort liegt. Man geht einen schmalen Gang hinunter und schon ist man drin und hat sooo viele Leckereien zur Auswahl und das zu einem sehr guten Preis. Ein leckeres Schokoladencrossaint für gerade mal 40ct. Das Gute für Nachtschwärmende dabei ist, egal zu welcher Zeit ihr Rom erkundet, bei Dolce Maniera werdet ihr immer satt, denn die Bäckerei hat 24/7 geöffnet.


Da die Bäckerei in der Nähe des Vatikans liegt, haben wir das gleich verbunden. Blöd war nur, dass wir anscheinend irgendwelche Schilder nicht gesehen haben, die zum Eingang des Vatikan geführt haben, denn wir sind in die falsche Richtung gegangen, in der Hoffnung, dass der Eingang bald kommt. Leider verschwand die Hoffnung mit der Zeit und wir haben uns an der Mauer orientiert, um einmal im Kreis zu laufen, um zum Eingang zu gelangen. Aber wer kann schon von sich behaupten, ein Land zu Fuß umrundet zu haben? In den Petersdom sind wir nicht hinein gegangen. Wir sind nicht die Menschen, die unbedingt auf Kirchen stehen und die Schlange war es auch nicht wert.


Danach haben wir einen kleinen Spaziergang entlang der Engelsburg gemacht, um zum Piazza del Popolo zu gelangen. Macht man sich die Mühe, ein paar Stufen hoch zu klettern, hat man einen richtig schönen Blick über Rom. Anschließend kommt noch eine Restaurant-Empfehlung von mir. Was Pizza angeht, bin ich schon ein Langweiler und bleibe meistens bei Käse. Aber selten habe ich so eine gute Pizza gegessen wie hier bei Il Brillo Parlante. Im Jahr zuvor war ich schon einmal da und da war sogar das Wetter so gut, dass wir uns draußen hinsetzen konnten. Das hat mir noch ein Stück besser gefallen als drinnen. Aber bei uns war es leider zu kalt/windig.



Ich denke so gerne an diese Stadt zurück und würde man mich nach Rom einladen – ich würde niemals “nein” sagen!

Samstag, 7. Mai 2016

Wien, Dezember 2014


Kommen wir nun zu einer der schönsten Reisen, die ich gemacht habe. Zwar war dies auch nur ein kurzer Urlaub, doch es hat einfach alles gestimmt.

Die Reise haben wir schon sehr früh gebucht, weshalb wir auch noch von guten Preisen profitiert haben.
Im April 2014 haben wir schon beschlossen, dass wir Silvester gerne in Wien feiern möchten. Beziehungsweise habe ich den Vorschlag dazu gemacht, da ich Wien einfach liebe.

Wir sind von Hamburg mit airberlin geflogen und haben pro Person gerade mal 120€ inkl. Gepäck gezahlt (damals gab es die Fare Familie von AB ja noch nicht und man hatte selbst beim günstigsten Tarif Gepäck dabei…) und hatten richtig gute Flugzeiten, sodass wir die Zeit vor Ort gut ausnutzen konnten. Am 30.12 sind wir um 06:30 Uhr gestartet und am 02.01 wieder in Wien um 19:45 Uhr losgeflogen.


Für diese Reise haben wir uns mal entschieden, airbnb auszuprobieren. Wir hatten ein Apartment, welches super gelegen hat (direkt beim Hauptbahnhof) und für eine kurze Reise perfekt war. Gezahlt haben wir insgesamt für drei Nächte über Silvester 178€ für beide Personen, also nicht mal 90€ pro Person.

Da in der Nacht vor uns niemand im Apartment war, hatten wir das Glück, dass wir direkt morgens um halb zehn schon einchecken konnten.

Unsere Wochenkarte (die sich bei einem Aufenthalt von vier Tagen schon lohnt) haben wir im Voraus hier gekauft. Gegen einen kleinen Aufpreis kann man auch die Fahrt vom Flughafen hinzufügen und die S-Bahn ins Stadtzentrum nutzen.

Nachdem wir im Apartment angekommen sind, haben wir uns erst noch mal für zwei Stunden hingelegt, schließlich mussten wir schon um drei Uhr morgens aufstehen… danach haben wir uns fertig gemacht und haben einen Spaziergang zum Schloss Belvedere gemacht. Gegessen haben wir beim Italiener, der in der Weyringergasse liegt, in direkter Nähe zum Schloss. Zwar waren die Kellner etwas  miesepetrig, aber das Essen ist dafür top.




Am 31.12 sind wir Vormittags zum Schloss Schönbrunn gefahren. Wir hatten die ganze Zeit wirklich Glück mit dem Wetter. Es war überall weiß und trotzdem hat die Sonne geschienen. Vorm Schloss Schönbrunn war noch der Weihnachtsmarkt, der kurzerhand zum Wintermarkt umfunktioniert wurde. Doch mein absoluter Favorit ist die Gloriette hinter dem Schloss. Als ich mit meiner Mama 2013 in Wien war, war es leider so heiß, dass wir den Weg dort hoch nicht auf uns genommen haben, doch Thilo und ich haben es jetzt gewagt. Und es hat sich definitiv gelohnt. Das Licht und die Atmosphäre – es hat einfach alles gepasst.







Da wir beide Schnitzel-Fans sind und ich mich beim letzten Besuch schon in den Wienerwald verliebt habe, stand fest, dass wir das alte Jahr mit einem ausklingen lassen und das neue Jahr mit einem einläuten werden. Deshalb habe ich einen Tisch im Wienerwald in der Goldschmiedgasse reserviert. Natürlich muss man mal ein echtes Kalbsschnitzel essen, wenn man schon in Wien ist, aber ich persönlich stehe einfach total auf das Putenschnitzel. Zwar erscheint einem der Preis mit knapp 16€ pro Schnitzel erst einmal recht hoch, doch die riesige Portion, die man bekommt, holt das auf jeden Fall wieder raus. Und der Geschmack erst! <3



Den Silvesterabend haben wir beim Rathaus verbracht. Wir haben am Nachmittag schon mal dort vorbeigeschaut, um es uns dort mal anzuschauen, wenn der Platz noch nicht mit Menschen voll ist. Das Rathaus ist wirklich wunderschön. Dafür, dass ich Menschenmassen nicht wirklich mag, war es wirklich ein schöner Abend. Es gab Live-Auftritte, verschiedene Buden mit Essen & Trinken und ein schönes Feuerwerk.



Am Neujahrstag habe ich mein Geburtstagsgeschenk bekommen und damit hat sich ein großer Wunsch von mir erfüllt. Wir sind zur Hofburg gefahren und haben dort eine Kutschfahrt gemacht. Ich habe mir diese Fahrt zum Geburtstag gewünscht, da ich es mit 80€ für 40 Minuten Fahrt einfach viel zu teuer finde. Aber es war eine wunderschöne, romantische Fiakerfahrt!





Nachmittags sind wir zum Prater gefahren und waren im Riesenrad. Während der Fahrt habe ich gemerkt, dass das absolut nichts für mich ist. Zwar hat man einen schönen Ausblick über Wien, doch die Gondel hat durch die herumlaufenden Menschen so geschaukelt, dass ich nur auf der Bank in der Mitte saß und gehofft habe, dass ich die Fahrt überleben werde. Mein Freund hat dann das Fotos machen übernommen.



Wenn ich an diesen Urlaub zurückdenke, habe ich wirklich nur positive Erinnerungen. Es gibt nicht eine Sache, die nicht gepasst hat, in diesem Kurzurlaub. Wien ist eine meiner Lieblingsstädte und ich freue mich sehr, dieses Jahr wieder dorthin zurückzukehren!